Nahezu jeder weiß um den gesundheitlichen Nutzen regelmässigen Saunierens: bekannt ist die abhärtende Wirkung der Sauna gegen Erkältungskrankheiten und die entspannende Wirkung auf Muskulatur und vegetatives Nervensystem. Die Abfolge von Hitze und anschließender Abkühlung in der Sauna entspannt die Muskulatur, senkt den Blutdruck und regt Kreislauf, Stoffwechsel und Immunsystem an.
Der klassische Saunaraum besteht aus Holz. Mittels eines Saunaofens, der heutzutage meist elektrisch, seltener auch mit Holz oder Gas betrieben wird, wird die Temparatur im Raum auf 80°C bis 100°C, bei trockener Luft auch bis 130°C erhitzt. In der Sauna befinden sich Sitzstufen, wobei die Temperatur zunimmt, je höher die Sitzbank angebracht ist. Um gesundheitliche Nachteile zu vermeiden, ist Frischluftzufuhr wichtig. Die frische Luft muss ebenfalls wieder aufgeheizt werden. Wichtig ist auch der sog. Aufguss: hier wird Wasser auf die heissen Steine gegossen, die auf dem Saunaofen liegen. Dadurch wird die Luftfeuchtigkeit und damit die gefühlte Temperatur erhöht.
Die klassische, ofenbeheizte Sauna hat einen relativ hohen Platzbedarf. Wer nicht so viel Raum zur Verfügung hat, aber dennoch auf die Vorteile einer eigenen Sauna nicht verzichten möchte, für den stellt eine Infrarotsauna eine interessante Alternative dar. Hierbei handelt es sich um eine Sitzkabine, die nur etwa so viel Platz wie ein kleiner Schrank benötigt. Für den Betrieb reicht eine normale Steckdose aus. In der Infrarotsauna werden durch einen Flächenstrahler Infrarotstahlen erzeugt. In der Kabine entsteht so ein gleichmäßiges Infarotfeld, das eine Temperatur von 45-50°C erzeugt und Tiefenwärme entstehen läßt. Wie in der klassischen Sauna auch werden hierbei Stoffwechsel und Durchblutung angeregt und das Immunsystem stimuliert. Der gesundheitliche Nutzen gleicht also dem einer herkömmlichen Sauna, jedoch kann sich Infrarotstahlung zusätzlich auch positiv auf manche Hauterkrankungen wie Ekzeme oder Schuppenflechte auswirken.
Die Infrarotsauna muss 10 bis 15 min vorgewärmt werden. Danach kann man dann bis zu 30 min saunieren. Die Durchführung des Aufgusses ist in der Infrarotsauna nicht möglich.
Besonders beliebt sind Infrarotsaunen aus Zedernholz, das dieses Holz nicht nur schön aussieht, sondern bei Betrieb der Sauna angenehm duftet und die Wärme gut speichert.